Beruf = Zukunft
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Eine zeitgemäße, gute Berufsausbildung ist im Sinne  der Arbeitswelt und Wirtschaft


LEIDER  findet  die vor 70 Jahren  begonnene  "Wanderbewegung"  aus  dem Waldviertel in die Ballungszentren  gegenwärtig, in etwas abgeschwächter Form, noch immer statt. Etwa von 1950  bis  zur  Jahtausendwende  waren  davon  besonders  die  in der Landwirtschaft der Eltern tätigi- gen  Jugendlichen  und  ältere  Berufsumsteiger betroffen. So wurden, infolge des permanenten und inzwischen eigengesetzlichen Strukturwandels, viel weniger Leute am Bauernhof benötigt. Heute  finden  nur  wenige  Schulabgänger  und  "freie"  Arbeitskräfte  aus  allen  Bevölkerungs-und  Berufsschichten  in  der  in  der Region eine Arbeit: So  ergeben  sich  im  angeführten  Zeit-raum (bis 2000)  an die 23.000 Personen (rund 9 %), die abwandern mussten. Dazu kommen die  Pendler  in  der heute etwa gleich hohen Personanzahl. Die ansässige Bevölkerungsanzahl   liegt liegt in der Region zur Zeit bei 210..000 Menschen.                                                                         Eine Ursache daür ist sicher, dass es  v o r  O r t  keine bedarfsorientierte  Berufsausbildungsan-stalt  gibt, z. B. für die Personalschulung in den Bereichen "Wellness, Gesundheitsvorsorge, Seni-orenbetreuung sowie einer einschlägigen,  landesweiten Lehrstätte für  Elektronik/Technik oder oder Holz.  Die Verarbeitung und  Veredelung  von -   in erster  Linie heimischer Produkte a l l e r  A r t  und in jeder Form -  wurde  "im obersten Eck´" des  Landes  total  vernachlässigt. Dabei gibt es in der Gegend einige Beispiele von äußerst tüchtigen Unternehmern, Managern und fleißigen  Mitarbeitern, die im Waldviertel neu gegründete Betriebe  zu  renommierten, personalintensiven Fertigungsuntrnehmen machten.  Als Vorbilder gelten hier z. B.  Firma  "Sonnentor"  im  Kräuter-dorf  Sprögnitz   o d e r  das  Sonderkulturen-Unternehmen  "Waldland"  in  Oberwaltenreith  bei  Zwettl u. a.   Die Ressourcen und die innovativen Kräfte sind vielfach gegeben.                                                                     Aber im Waldviertel fehlt  es an allen Ecken und                                  Enden an der nötigen öffentlichen  Infrastruktur für mittelgroße verlässliche Betriebe.  Dieser Bereich wurde in der Region von den verantwortlichen Politikern -  zugunsten der Großstädte und dem "Wiener Speckgürtel"   - total ignoriert.                                                                                                              Gleichzeitig  fällt  auf,  dass  in  den  vergangenen Jahrzehnten  dem "künstlerischen Geschehen" in Wien und  in NÖ  stets  mehr Aufmerkmerksamkeit  geschenkt wurde, als dem Leben und Fortkommen der Menschen im Waldviertel.  Kunst  und Kultur gehö-ren zu einer intakten Gesellschaft dazu:  Museen, Galerien,  Malerei   und  kulturelle  Festivali-täten...sind  "gut  und  schön",  aber mit Maß und Ziel.   Wenn  jedoch  die  Kunst  und  die  För-derung  ihrer Schöpfer aus  "Jux und Tollerei"  extreme  Formen  annimmt,  indem z. B.   jeden, der  sich "Künstler" nennt, um Millionen Museen erbaut werden, geht  das  auf Kosten des echt "Lebensnotwendigen" der übrigen Menschen hinsichtlich Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Arbeitsplätze. Vor allem Letzteres wurde samt einer zeitgemäßen Ausbildungsstätte  für Fach-arbeitskräfte in der Region bisher  leichfertig  behandelt und  dringend notwendige  infrastruk-turelle  Einrichtungen  wissentlich  nicht durchgeführt.  Künstler und  darstellende Kunstwerke sind  etwas  Indivituelles,  die  viele  Freiheit erfordern. Jeden X-Beliebigen jedoch, der sich als "geborenes - leider, aber mittelloses Genie" ausgab, mit Geld zu "überhäufen", entwürdigt das  Wesen und  ihr Schaffen der echten und wahren Künstler.                                                                                                Was der Landesteil daher  heute braucht,                                     sind  qualifizierte  Fachkräfte  sowie  leistungsstarke  Verkehrswege  und  damit  Produktions-unternehmen  mit anfangs rund 50 bis 80 Beschäftigten. Momentan  ist  das Waldviertel aller- dings  von  diesen  wichtigsten  drei Grundvoraussetzungen, weit entfernt, weil  jeder maßge- bende Bundes- und Landespolitiker dem vorherrschenden Trend der Entvölkerung der Region folgte und so den "Teufelskreis"  zur Rückentwicklung der Gegend in Verstaudung und Verwil-derung gezielt unterstützte. Die zustehenden Mittel wurden daher woanders investiert und die Abwanderung nahm extreme Formen an. Damit  flossen über 5 Milliarden Euro an Wertschöp-fung aus der Region ab und zusätzlich  werden  heute  jährlich rund 7 Millionen jährlich in die "Pendlerpauschale"  gesteckt. Um all dieses Geld zusammen hätte man im Waldviertel einige leistungsfähige  dreispurige  Straßen  - oder in Zeiten des extremen Klimawandels eine Eisen-  bahn vom mittleren Waldviertel nach Krems bauen können. Andererseits steht man heute vor  dem Problem, dass es der Landwirtschaft nicht gut geht und sich die arbeitsintensive Viehwirt-schaft nicht mehr rentiert, sodass in naher Zukunft die Wiesen nicht mehr gemäht werden. Ei- ne damit erforderliche Pflege der Landschaft, die im ganzen Land Milliarden Euro kosten wird, wird es im Waldviertel erfahrungsgemäß und  "situationsbedigt"  kaum geben. Bei einer weite- ren  ignoranten  Haltung  der Verantwortlichen würde dem "Lebensraum Waldviertel"  jedoch ein  Horrorszenario  bevorstehen,  das nur mit dem Bau von zeigemäßen rationellen Verkehrs-verbindungen  hochrangigen Berufsausbildungsinstituten  hintangehalten werden  kann.   

 


DENN ES IST EINE URALTE WEISHEIT: SELBST,  wenn in einem Land alle anderen  Vorausset-   zungen stimmen:  Ohne rationelle Verkehrswege und Fachkräfte  gibt  es kein ökonomisches    Leben. Nur eine solide, soziale Wirtschafts- und Arbeitswelt ist die Grundlage von Wohlstand und guter Lebensqualität.                                                                                                                                                            In  diesem  Zusammenhang  sollte eine                                           aktuelle Meldung  aus  Wissenschaft  und  Forschung   -  auch  wenn  das  Projekt   (momen-tan)  utopisch  klingt - nicht  unerwähnt bleiben :  Demnach  wäre es in Zukunft möglich, aus einer speziellen Sorte von  nicht  toxikologischen und  wenig anspruchsvollen Hanfpflanzen "Erdöl"  zu  gewinnen,  welches eine  a b s o l u t e  Alternative  zum   gesundheits-  und  um-weltschädlichen  (fossilen)  Mineralöl  darstellen würde.  Freilich gelingt so ein Unternehmen  nicht von Heute auf Morgen. Das größte Handicap  ist jedoch auch bei  diesem Unterfangen     die  mächtige  Lobby (Bewußtsseinsbeeinflussung)  der "Chemie- und Erdölbranche".  Diese momentan  "alles  beherrschenden"  Weltimperien  kennen  die  Worte  "Verantwortung und Gerechtigtigkeit"  nicht.  Dafür  gibt es  inzwischen genug Beispiele. Das bekannteste davon ist,  a l s  vor über 90 Jahren beim Versuch der Erforschung einer alternativen  Mobilität,  die  finanzkräftigen Ölländer  die  Autoindustrie  aus Eigeninteressen von der "Chancenlosigkeit"  der Herstellung -  des  damals  schon  sehr  weit  entwickelten  Elektroautos -  "überzeugten".  Daher musste bei uns vor rund 20 Jahren mit der Erforschung des  E-Autos wieder bei "Null" begonnen  werden, obwohl die Forschung bei uns in den vergangenen - technisch sehr inno-vativen Jahrzehnten - auf diesem Gebiet  garantiert hervorragende  Fortschritte erzielt hätte. Vor allem wäre es in diesem  Zeitraum  sicher gelungen, Solarenergie langfristig  rationell  zu speichern, so dass  Elektroenergie  heute  in handelsüblicher Form (höchstwahrscheinlich im Zusammenhang  mit  Wasserstoff)  der Allgemeinheit in unbegrenzer  Menge  zur  Verfügung stehen könnte. Ebenso würde die Leistung und Sicherheit (Reichweite, solide Antriebsformen, Treibstoffquellen...)  der entwickelten E- (Wasserstoff) Autos, Maschinen, Schwerfahrzeugen den  mineralölbetrieben  schon  den Vorrang abgelaufen haben. Denn angesichts der derzei-tigen Klimakrise könnten diese Winkelzüge der Erdölindustrie,  auf  dem  Gebiet  der  Elektro- energie heute nicht mehr funktionieren. Auf elektronischem Gebiet sind  derartige unseriöse Machenschaften  (mit  stets neuen Tricks)  in  einigen anderen Bereichen auch heute sehr ak-tuell.   Vor allem scheint  sich  für  derart fragwürdige Methoden großer Agrar-  und  Industrie - staaten im Export  von  Nahrungsmittel-Manipulation (Bestrahlung?)  bestens  zu eignen. Spe-ziell finden die jeweiligen, auch elektronischen Systeme  bei der Imagebewerbung  für chemi-sche Pestizide und Dünger für die Produktion bei Feldfrüchten und Fleisch Anwendung. So ist es wahrscheinlich, dass die dominanten Chemie-Konzerne die  ausreichende Herstellung und Vermarktung von  effizienten  organischen  bzw.  biologischen  Pflanzenschutzmitteln in grös- seren Mengen, beeinflussen und verhindern. Leider :  Denn aus wissenschaftlicher  Sicht, gä-be  es  auch  im  Bereich  der  Schädlingsbekämpfung bereits  entsprechend  wirksame  alter-native  Methoden mit minimalen  chemischen Substanzen und ohne  jedenfalls ohne Gesund-heitsschädigung. Aber es finden sich genug  "Mittel  und  Wege",  um  die  industrielle  Produk-tion dieser ungiftigen Stoffe zu  verhindern, um  so den  verantwortungsbewußten Landwirten und Konsumenten das Leben zu erschweren.                                                                                                                                WAS  das alles mit Arbeitsplätzen zu tun  hat?                                           Es  gibt  keine  geeignetere  Gegend  für  die industrielle Produktion von organischen Stoffen    in Form von natürlichen, integrierten  (nur eine geringe,  injektzierende  Beigabe  einer chemi-schen Substanz)  Pflanzenschutzmitteln oder organischem  Dünger, (aber auch chemiefreien  "Erdöl")  als das Waldviertel.  Ein derartiges Unternehmen würde  ideal  in die  Region passen, in der Wasser,  Luft und Boden nachgewiesen noch wesentlich besser sind   als anderswo. Als Standort dafür könnte eine exponierte Fläche  des Truppenübungsplatzes  Allentsteig dienen.  Die mindesten Voraussetzungen  dafür wären - wieder einmal - Fachkräfteausbildung vor Ort und rationelle Verkehrsverbindungen. (Dreispurige Straßen oder Eisenbahn von Karlstift nach Krems). Dazu bedarf es auch regional  Verantwortlicher, die das fordern, denn "nachgetragen"  wurde den Waldviertlern bisher noch n i e twas!)                                                                                                                             

            Der Mensch ist nicht nur für das verantwort-                    lich, was er macht, sondern auch für das, was                                       nicht macht !


DAS  "Horrorbeispiel"  der  "absoluten Herrschaft"  der  Weltkonzerne  liefert übrigens die kor-rupte Waffen- und Rüstungsindustrie. Ihre Akteure und Hintermänner - unter ihnen leider sehr,  sehr einflußreiche Politiker - schüren auf der Welt Zwietracht und Unfrieden und provozieren Kriege, um Waffenmaterial zu verkaufen und  "ihre Honorare"  zu kassieren...                                                                    Doch wieder zurück zur Fachkräfteschulung :                                                 Ein Fertigungsunternehmen  hängt heute u. a. wesentlich von gut ausgebildeten Mitarbeitern ab :  Denn jeder  Firmenchef  achtet bei der Standortwahl, im Falle der beabsichtigten  Etablie-rung  eines  neuen  Unternehmens stets  auch auf  die  regionale  Verfügbarkeit  einer  ange-messenen  Anzahl  von  bestens  qualifizierten  und  verläßlichen   Fachleuten  (sie  sind trotz Digitalisierung unverzichtbar ! ) .  Dabei kommen wir unweigerlich wieder  darauf  zurück:  Im Hinblick  auf  Betriebsansiedlungen im Waldviertel  sind  zeitgemäße  Berufsausbildungsinsti-tutionen, wie eine F a c h h o c h s c h u l e  (z. B. für Elektronik, Holz, Pflege, Freizeit...), eben-so wichtig, wie leistungsfähige Verkehrswege zur Beförderung der entsprechenden Rohstoffe und Güter.