Aufgeben --> Nie !!!
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             Trotz noch fehlender rationeller Straßen und Berufausbildungsinstituten                                                                      ist das vielseitige                      

           WALDVIERTEL HEUTE  IN JEDER HINSICHT  EIN  Z U K U N F T S L A N D.             

          Dafür bürgen "in einer neuen Epoche" mit den unermüdlichen Bewohnern                                                 auch aufgeschlossene und verantwortungsvolle Politiker.              

Schon allein  aufgrund  der noch UNVERDORBENEN UMWELT,  mit  sauberem Wasser,  gesun-der  Nahrung, reiner  Luft - Merkmale und Erscheinungen, die es in keinem  anderen,  hochent-wickelten  Land,  in dieser  einzigartigen  Qualität heute noch  gibt - werden  auch  in  Zukunft noch  viele Tausende  Menschen dem Waldviertel ihr Leben lang die Treue halten.                                                                                                 V                                                                                                                                                                  V                                                                                                                                                                  V                                                                               Neben  den im Waldviertel verwurzelten Bauern, die ihre Höfe unter immer schwierigeren Um-  ständen weiterführen, sind es vor allem  die  in das Land   "verliebten  Bewohner",  die sich ein Leben,  woanders  als  in  dem  einzigartigen,  ursprünglichen und  stimmungsvollen  Flair  des  Waldviertels  nicht  vorstellen  können.  Diese  Naturliebhaber und die  heimatververbundenen  Landwirte sind  jedoch  beunruhigt,  weil  soviele andere  Leute,  aus wirtschaftlichen Gründen, die Region verlassen  m ü s s e n.  Vor allem unter den  junge Leuten, gibt es  jedoch auch wel-che, die sich bei den niedrigeren Standards  im persönlichen Umfeld, aber ebenso hinsichtlich des gesellschaftlichen Lebens, vernachläßigt fühlen und in der Großstadt ihr Glück versuchen. Die Ursachen für die Misere sind offensichtlich:  Für die verantwortlichen Politiker hatte        das  Waldviertel,  welches im Norden 34 Jahre lang durch einen elektrisch geladenen Stachel-drahtzaun  gegenüber der  Tschechoslowkai  hermetisch  abgeschottet  war,  keinerlei Bedeu- tung. Dazu kommt, dass weiter unten,  im Herzen der Gegend, ein riesiges Terrain von unzähli-gen Betretungsverboten verbarrikardiert,  noch immer  das triste  Militärgelände des TÜPL Al-lentsteig bildet.  Das obere und  mittlere  Waldviertel wurde durch diese beiden massiven Hür-den zu einem "Niemandsland".  Dieses ganze Gebiet existierte für die "Obrigkeiten" von Bund und  Land  anscheinend  so nicht mehr.  Aber auch im südlichen Teil der Region  herrschte und herrscht ein  konjunktureller  Stillstand  und damit  starke  Abwanderung.  Die  Verkehrsverbin-dung können nur als "miserabl" bezeichnet werden.  Es gibt  keine zeitgemäße  Straße und für  80  Prozent  Bewohner  Region  (mittleres und unteres Waldviertel)  keinen  Personenzug - An-schluß. Dieser Mißstand ist einzigartig in  ganz Österreich !  Die  meisten  vorhandenen  Stras-sen wurden in ihrem bestehenden Verlauf mit  unzähligen Kurven und verwinkelten Ortsduch-fahrten  in  den  Nachkriegsjahren  einfach mit  einem  Asphaltbelag  versehen,  der heute  nur  mehr   "Fleckerlteppiche"  darstellt.  Die  Folgen  dieser politischen Vernachlässigung  sind be-kannt :  Da es auch keine  entsprechenden infrastrukturellen Einrichtungen und Anlagen gab,  siedelten sich auch keine Arbeitgeberbetriebe an.  Die  arbeitssuchenden  Menschen  wurden  in  die  Ballungszentren  und  deren Umgebung   transferiert.  Der  ganze  Landesteil  war  von  Armut   und  Verlassenheit  geprägt.  Lediglich   die  umsichtigen   Bürgermeister  hielten,   ge-meinsam  mit  der  Bevölkerung,  das  Leben  in den  Dörfern und Städten aufrecht.                              Wie konnte es zu diesem Desaster kommen ?  1)  Die  exponierte und  "verrammelte" Ge-  gend des oberen und mittleren Waldviertels wurde von den Verantwortlichen "übersehen". 2) Die  Region war jahrhundertelange vorher, schon immer "rückständig", da auch die in der Zeit  von Robot und Zehent  die Grundherren unerbittlich primär ihre eigenen Interessen vertraten.   3)  Der  Landesteil  verfügt  zwar über eine atmosphärisch  einzigartige  stimmungsvolle Land-schaft, aber der Boden ist in manchen Gebieten weniger fruchtbar als anderswo. 4)  Unfähige,  ungerechte  und  egozentrische  zuständige  Politiker waren ihren Aufgaben nicht gewachsen und  handelten  verantwortungslos.  Sie  fühlten sich total überfordert  und  gingen daher den Weg des geringsten Widerstandes, den sie ihrer Geisteshaltung entsprechend, in wohlhaben-   den, liberalen  und  freimütigeren  Gebieten  ("Speckgürtel" rund um Wien, Weinviertel..)   fan- de.  In dieser Hinsicht hatte das Waldviertel naturgemäß wenig  zu bieten. Die inoffizielle geo-graphische Viertelung von Niederiösterreich lautete :  I)  "Viertel  Wien Umgebung" (samt Ver-sorgung  der  Stadt  mit  besonders  leistungsfähigen  Arbeitskräften)  II)   "Weinviertel",   III) "Mostviertel",  IV)   "Industrieviertel".   Das  Waldviertel   war   in  diesem   "Monopolkonzept" nicht enthalten.  (Es  bildete  ungenannt  lediglich  das  "5. Rad...!").  Die  Situation war in vie-len  Belangen  aussichtslos. Trotzdem wehrten sich  die  verbliebenen  Einheimischen gegen   die sich  abzeichnende  weitere  Entvölkerung   des  Landesteiles.  Die  tendenzösen  Proble-me  hatten  inzwischen  eine  gewisse  "Eigendynamik" angenommen :  Die bewährte Selbst- hilfe  der Bevölkerung stieß an Grenzen, da es  keinerlei entsprehende  "Anhaltspunkte"  (Ar-beitsstätten, öffentliche Einrichtungen, Anlagen usw.)  gab. Die Bevölkerung war mit den mit  den  Bürgermeister/inne/n  auf  sich  allein  gestellt.  Die zuständigen Politiker  hingegen  ka-men  ihrem  Ziel,  die  Reduzierung   der  Einwohnerzahl  auf  ein,  dem  niedrigen Niveau der  vorhandenen  Infrastruktur  entsprechenden  Stand,  immer näher.  Dieses Vorhaben verfolg- ten sie,  wie  immer auf  insgeheime Weise.  So traten, nach  Bekanntwerden  des  geplanten Baues der "Europaspange"  Agrarfunktionäre auf,  welche gegen  die  dringend  notwendige Errichtung von Verkehrsverbindungen im Waldviertel  (Straße oder  Eisenbahn)  deshalb wet-terten,  weil  dafür  wertvoller  landwirtschaftlicher  Grund  gebraucht  würde, der den Bauern dann fehle.  (In anderen Gegenden wird  bekanntlich  jährlich ein um ein Vielfaches  größere Agrarfläche   umgewidmet).   Dieses  Motiv  ist  auch  gerade  deshalb  heute  im  Waldviertel, nicht überzeugend, weil Tausende Bauern zum "Aufgeben" gezwungen werden.  In Wahrheit  steckt  die  Agrarpolitik weltweit in einer grossen Krise,  denn die außereuropäischen Länder  in  Ost  und  West  produzieren  auf  riesigen  Farmen  mit  Hilfe von sehr  v i e l  Chemie  Nah-rungsmittel,  die  sie dann  in  die  Länder  der Europäischen Union  exportieren. Dabei ist die Landwirtschaft der  EU ziemlich hilflos.  Die  Ursache :  Die Union  ahmt  sehr  oft  einfach die  Skandalwirtschaft der anderen Kontinente blind nach :  "Immer  mehr  Pestizide,  immer grös-sere  Betriebe - immer  schlechtere   Produkte... ".  Diese  (widerwärtige)  Unterwürfigkeit und Anbiederung freut z. B.  die  brasilianischen  Großfarmer,  denn  sie  entnehmen aus der Über-nahme dieser miserablen Ware,  dass  es  sich  dabei  in der EU  um  ziemlich  "naive,  hilflose und eingeschränkte"  Personen handeln muss. Denn,  die Brasilianer selbst  würden diese to-xisch stark verseuchten  Produkte  nie  verzehren.  Das  ist  auch ein Indiz,  dass das kleinbür-gerliche, unbedarfte  Nachahmen der  außereuropäischen,  unsinnigen Wirtschaftsstrukturen und Warenpräparierung,  von sehr geringen eigenen Standesbewußtsein und Weitblick zeugt.   Leider  entspricht heute das  Einkommen  in der  Landwirtschaft  in  keiner  Form  mehr  dem Aufwand.  Die  Preise  für  die  agrarischen  Produkte  sind  vielfach  ein  Hohn.  Während die  Nahrungsmittelunternehmen  Produkte, aber auch Firmen Waren  (Maschinen,  Pharrmazeuti-ka, Texitilien...)  außerhalb der  EU-Länder herstellen,  statt  auf  Eigenproduktion,   Regionali-tät  und  Qualität  zu  achten.  Damit lieferen sich  Bewohner der  Euroäischen  Union  fahrläs- sig den Kontinenten im Osten(=Asien) und im Westen (= Amerika), aber auch dem  Süden aus. Nicht die Quantität,  sondern  Qualität,  Regonialität  und  Frische  müssen,  und werden letzt-lich  im  Ernährungswesen,  aber  auch  in  anderen  Sparten  den Ton  angeben.  Dabei muss die  EU  eine  Europa  traditionell   zukommende  Vorbildstellung  einnehmen.  Dass mit  dem  Nachahmen und Kopieren  der suspekten Vorgänge  und  "Sitten"  von  anderen Kontinenten (vor allem Amerika und Asien)  dem Wesen  der Europäischen Union geschadet wird,  ist die-ser,  erhabenen  Zukunftsaufgabe nicht dienlich.  (Trotzdem  k a n n  und  wird  n u r  die  EU      den aktuellen Mißstand auf diesem Gebiet -  auch  aufgrund  des  begangenen  unwürdigen "Kopierens"ordnen können).                                                                                          

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Da  nu auch viele  erwachsenen  Bauernkinder  nicht  mehr  am  Hof  gebraucht  werden und  es   zusätzlich  viele   Nebenerwerbslandwirte   gibt,  müssen  diese  gezwungermaßen  eben-falls  abwandern.  Viele  pendelten  zur  Arbeit  in  die  Großstadt.  Leider sank  damit die Zahl   der Arbeitskräfte im Waldviertel  (samt Pendlern)  in den letzten 5 Jahrzehnten um 43.520 Per-sonen.  Zur Abwanderung kommen noch  insgesamt  rund   7.200  "mitgezogene" nichtberufs-tätige  Familienangehörige dazu. Die Einwohnerzahl  in diesem  Landesteil verringert  ständig.  (Dabei muss  jedoch die  sinkende  Geburtenanzahl  berrücksichtigt  werden).  Mit der Abwan-derung so  vieler  Menschen gingen  und gehen  dem  Waldviertel in  den  genannten  50  Jah-ren viele Milliarden Euro an Wertschöpfung verloren, inkl. der Kosten für Lebenshaltung, Woh-nen,  Mobilität, Haushalt etc.,  dieses  Geld  wurde  in  Großraum Wien,  anstatt im Waldviertel ausgegeben.  Der Arbeitsmarkt,  die Ökonomie und  die Landwirtschaft leiden unter  den herr-schenden  Umständen  am meisten.  Vor  allen  auf  die  Agrarverantwortlichen  warten  große  Aufgaben.  Von  ihnen  und  den  Bauern  wird  viel  Hausverstand  und  Weitblick, die nicht je-  des   unsinnige  "Experiment des MEHR, grösser, schneller" der  Großfarmer  mitmachten, wird viel erwartet. Denn letzlich  werden sich die, welche auf großen Flächen,  mit   v i e l    Chemie große  Mengen produzieren, den vernünftigen, besonnenen und ehrlichen Vorgaben der Euro- päischen Union, die schon neue Wege geht,  anpassen  müssen  oder  a u f g e b e n.   Rationelle  Strassen  ( oder  eine  Eisenbahn,  "Krems - Zwettl - Richtung Freistadt",  Linz, Salz-burg, Deutschland)  haben  einen  Sinn,  weil  nur  bei  guten  Verkehrswegen   Betriebe,  und  damit  Arbeitsplätze  geschaffen  werden  können und die  A b w a n d e r u n g  eingebremst wird.  Vor  allem, wenn  die  Rinderhaltung  weniger  wird,  verstauden  zuerst  die  (ungemäh-den)   Wiesen,   schließllch  verwildert  und  verwaldet  die  ganze  Gegend.  (Ganz  nach  dem Wunsch eines hohen Landespoltikers in den 80-er Jahren).                                                             

Anmerkung :  Bei  einigen  guten  Willen der Behörden, müsste es ohne besondere Umstände möglich sein, dass  für Äcker, welche  gegebenenfalls für den Straßenbau benötigt werden, im gleichen Ausmaß  Wiesen  a u f  Felder umgewidmet werden und diese dem Ackerbau dienen könnten.                                                              V

Erfreulicherweise hat sich seit einigen  Jahren  das politische Klima mit Bund- und  Land    ganz wesenlich verbessert. Die Zeiten der autoritären Patriarchen und  egozentrischen Macht-haber  sind  Geschichte. Ein  konstruktives "Miteinander"  bestimmt  heute das Geschehen  so-wohl mit dem Land als auch in den Bundesgremien. Nun kommt noch den Initiativen und dem Engagement der regionalen Landes- und Bundesmandatare eine maßgebende Bedeutung zu. Das System,  "wer  am  lautesten  schreit und am lästigsten ist,  d e r   bekommt etwas",  ist  in Niederösterreich teilweise noch in Kraft.